Blogparade: My 100 Greatest Films of the 21st Century…so far

Zuerst dachte ich: Wow! Die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts? Das ist mal eine sehr ambitionierte Blogparade von Miss Booleana. Ich hätte nicht gedacht, dass ich es überhaupt schaffen würde, 100 gute Filme zusammenzukriegen. Aber als ich dann ein paar schöne Listen gesehen habe (z. B. die von Gorana oder Morgen Luft), hat mich der Ehrgeiz gepackt. Und es war ein großer Spaß, diese filmische Zeitreise durch die letzten 16 Jahre. Und eine gute Gelegenheit, den eigenen Filmgeschmack ein bisschen zu reflektieren. Ich habe versucht, objektiv zu sein. Aber das war natürlich nicht immer möglich. Meiner Meinung nach, müssen Filme vor allem Emotionen wecken, und die sind nun mal sehr subjektiv. Wenn ein Film es aber schafft, dass ich ihn mir unendlich oft ansehen kann, dann ist er in meinen Augen gut genug, um in dieser Liste zu aufzutauchen.

Am schwierigsten fand ich es, die Nummer 1 festzulegen. Deswegen habe ich mich passend zum Motto für einen Film entschieden, der für mich den Nerv der Nuller-Jahre ziemlich gut trifft und der mich außerdem mit seiner Einzigartigkeit total verzaubert hat.

Hier sind sie also, meine 100 großartigsten Filme des bisherigen 21. Jahrhunderts. Weiterlesen „Blogparade: My 100 Greatest Films of the 21st Century…so far“

Maggie’s Plan – Die Frau, ein Kontrollfreak

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Wirklich gute romantische Komödien sind in den letzten Jahren rar gesät. Umso schöner ist es, in diesem Genre noch positiv überrascht zu werden. Maggie’s Plan von Rebecca Miller und mit Greta Gerwig, Ethan Hawke und Julianne Moore ist intelligent, ungekünstelt und erfrischend kurzweilig. Und obwohl die RomCom in New Yorker Intellektuellenkreisen spielt und leicht an Woody Allen erinnert, kommt sie bei Weitem nicht so verkopft daher wie man auf den ersten Blick annehmen würde.

Worum es geht

Die junge, etwas schrullige, zur Kontrollsucht neigende Uni-Dozentin Maggie (Greta Gerwig) will Mutter werden. Da sie weiß, dass sie es nie lange genug mit einem Mann aushält, nimmt sie das Projekt Kind dank Samenspender selbst in die Hand und setzt einen Termin zur Selbstbesamung an. Just in diesem Moment klingelt es an der Tür: es ist John (Ethan Hawke), der hochintelligente, leider verheiratete ,,Bad Boy“ aus dem Anthropologie-Fachbereich, der genug von seiner egozentrischen Frau Georgette (Julianne Moore) hat und Maggie seine Liebe gesteht. Weiterlesen „Maggie’s Plan – Die Frau, ein Kontrollfreak“

Michael Chabon: Telegraph Avenue – wie ein Tarantino Film

Wenn man beginnt das Buch eines Pulitzer-Preisträgers zu lesen, einen ,,Roman zum Niederknien“, einen ,,der sich in die großen Werke der amerikanischen Gegenwartsliteratur einreiht“(so der Verlag) und laut Kritikern das beste ist, was Literatur zu bieten hat (Stand 2014), dann sind die Erwartungen groß. In meinem Fall zu groß. Denn ich habe zwar alle 668 Seiten gelesen, war am Ende aber froh, es hinter mich gebracht zu haben. Zu wenig Wesentliches wird auf zu vielen Seiten erzählt. Zu detailliert werden die banalsten Situationen beschrieben. Und zu lang sind die mit Nebensätzen vollgestopften Sätze, die sich manchmal über mehrere Seiten hinziehen.

Bei Telegraph Avenue geht es nicht eigentlich darum, eine Geschichte zu erzählen, sondern darum, ein buntes Zeitkolorit zu entwerfen und so ist das Buch voller Anspielungen und Verweise auf die schwarze Musikgeschichte, auf den Soul und Funk der 70er Jahre, auf trashige Kung-Fu Filme und vieles mehr, das heute als Retro und bei selbsternannten Nerds als hip gilt. Es ist wie ein Tarantino Film. Nur dass die Musik dazu selbstständig nachrecherchiert werden muss. Wer mit diesen popkulturellen Anspielungen wenig anfangen kann, so wie ich, den wird das Buch kaum fesseln. Für alle anderen mag es ein Volltreffer sein, denn es bietet reichlich kulturellen Gedankenstoff. Weiterlesen „Michael Chabon: Telegraph Avenue – wie ein Tarantino Film“

Master of None – Generation Y wird erwachsen

Man kann über den Begriff der Generation Y streiten oder ihn für kompletten Blödsinn halten, ein Musterexemplar dieser Gattung erkennt man sofort. Der indischstämmige New Yorker Dev in der erfrischend entspannten Comedy-Serie Master of None ist so ein Musterexemplar. Ein Großstädter um die 30, mit einem Smartphone als erweitertes Körperteil und überdurchschnittlich viel Freizeit, die er mit seinen Freunden in Restaurants oder Bars verbringt – auf der Suche nach der großen Liebe und/oder einem anderen Lebenssinn.

Bereits in der allerersten Szene wird diese Digital Natives Spaßkultur auf die Spitze getrieben: Dev ist mit einer Frau im Bett und das Kondom platzt. Sofort holen beide ihre Smartphones raus, um zu googeln, ob eine Pille danach nötig ist. Anschließend bestellt Dev ein Uber, das sie drei Minuten später zur Apotheke bringt. Eine komfortable Situation und eine peinliche noch dazu, wenn man bedenkt, dass die beiden sich erst wenige Stunden vorher in einer Bar kennengelernt haben.

Und so zweischneidig ist es hier oft, das hippe Leben im digitalen Zeitalter. Dating-Apps machen das Daten noch komplizierter, Restaurant-Bewertungen im Internet führen dazu, dass so lange nach dem richtigen Laden gesucht wird, bis dieser geschlossen hat und Skype-Castings in Cafés können schon mal in Erregung öffentlichen Ärgernisses ausarten. Ganz abgesehen davon, dass es angesichts der vielen Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, unmöglich erscheint, sich auf einen Weg und einen Lebenspartner festzulegen, wie die Eltern oder Großeltern es noch getan haben. Weiterlesen „Master of None – Generation Y wird erwachsen“

Weltreisen im Kopf

Wenn die besten Freunde auf Weltreise gehen, lässt sich ein leichter Anflug von Fernweh nicht vermeiden. Was werden sie alles sehen und erleben, während man selbst im Alltag zurückbleibt? Um diese Frage zu beantworten, muss man aber nicht unbedingt selbst zum Backpacker werden. Es gibt haufenweise Reiseliteratur, in denen Weltreisende von ihren Erfahrungen berichten.

Also lehne ich mich zurück und begleite meine Freunde auf meine Weise; mit einem Buch in der Hand von der Couch aus. Dabei bin ich heimlich ganz froh, dass mir so die Strapazen des Reisens erspart bleiben. Keine versifften Unterkünfte, keine aufdringlichen Touristenfänger und auch nicht die obligatorische Magen-Darm-Verstimmung. Nur der Reiz des Neuen und Unbekannten.
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