Freitagabend im La La Land

img_20170114_120044Hach, über diesen Film kann man nur ins Schwärmen geraten. Als die Lichter wieder angingen, wäre ich am liebsten singend aus dem Kino gesteppt. La La Land von Damien Chazelle ist eine außergewöhnlich schön inszenierte Liebesgeschichte, eine Liebeserklärung an wagemutige Träumer und eine Hommage an den Glanz früherer Hollywoodfilme wie Singin‘ in the Rain. Vor allem nimmt der Film sich selbst nicht allzu ernst und weiß so sehr gut zu unterhalten. Eskapismus? Auf jeden Fall, aber dafür wurde das Kino schließlich erfunden.

City of Stars, are you shining just for me?

Mia (Emma Stone) möchte es als Schauspielerin schaffen, Sebastian (Ryan Gosling) ist Jazz-Musiker mit Leib und Seele. Wie unzählige andere jagen sie tagtäglich in LA ihrem Traum hinterher und laufen sich dabei immer wieder zufällig über den Weg. Zwei Träumer, die sich verlieben, wortwörtlich auf Wolke 7 schweben und aller Vernunft zuwider an ihren Leidenschaften festhalten.

Die Kulisse für diese zauberhafte Liebesgeschichte bildet LA, die Stadt der Stars und Sternchen, der Sehnsuchtsort so vieler Künstler und Träumer. Die Stadt empfängt sie nicht gerade mit offenen Armen, ist in diesem Film aber dennoch ein magischer Ort, wo die Sonne immer scheint, der alte Glamour Hollywoods omnipräsent ist und der stets lilafarbene Himmel zum Singen, Tanzen und Verlieben inspiriert.

Coole Posen mit Zuckerguss überzogen

War ich zunächst noch etwas skeptisch wegen der vielen Singerei, hat mich der Film sehr schnell in seinen Bann gezogen. Die Musik, die Outfits, die Farben, die Posen – das alles wirkt wie aus der Zeit gefallen und trifft doch genau ins Schwarze, vielleicht gerade weil es die Realität so weit hinter sich lässt. La La Land ist ein imposantes Feuerwerk an bunten, nostalgischen Bildern, die es schaffen, gleichzeitig zuckersüß und cool zu wirken. Jedwede Kitschgefahr wird durch die gewohnte Lässigkeit von Ryan Gosling und Emma Stone, bei denen die Chemie einfach stimmt, gekonnt umschifft. Und so sieht man den beiden einfach nur sehr gerne beim Singen, Tanzen und Verlieben zu.

Dieser Film ist zweifellos ein Meisterwerk, das den Zuschauer mit einem Liedchen auf den Lippen in die Realität entlässt. Ich jedenfalls musste mich zusammenreißen, um nicht durch Kreuzbergs Straßen zu tanzen. Heute schwelge ich noch ein bisschen in dieser wunderbaren Musik.

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