Die 5 Besten am Donnerstag #86: Songs, die mich automatisch an Filme erinnern

Ich liege krank im Bett und fühle mich wie in eine Schneekugel gesperrt. Dank Goranas heutigem Donnerstagsthema bin ich aber gerade doch ganz beschwingt, denn allein die YouTube-Recherche ist ein Riesenspaß. Und so könnte die Liste der Songs, die mich automatisch an einen Film erinnern, endlos lang sein. Aber ich beschränke mich mal auf die fünf, die mir zuerst in den Sinn kamen. Weiterlesen „Die 5 Besten am Donnerstag #86: Songs, die mich automatisch an Filme erinnern“

Elena Ferrante: Die Geschichte des verlorenen Kindes

Elena Ferrante_Die Geschichte des verlorenen Kindes
(c) Suhrkamp

Je näher ich dem Ende kam, desto enttäuschter war ich. Vielleicht deshalb, weil es nun einfach zu Ende ging, vielleicht auch weil ich mir von Die Geschichte des verlorenen Kindes, dem vierten und letzten Band von Elena Ferrantes Neapel-Saga mehr versprochen hatte. Aber was eigentlich? Einen großen Höhepunkt, eine Aufklärung über Lilas Person oder zumindest über ihr Verschwinden? Am Ende geschah nichts dergleichen. Die Geschichte endet genau dort, wo sie beginnt. Mit dem Unterschied, dass wir nun das ganze Ausmaß des traurigen und letztlich doch unspektakulären Lebens der Verschwundenen kennen. Und vielleicht hinterlässt dieses für sich schon einen bitteren Beigeschmack. Die sich nicht erfüllende Hoffnung. Das Potential, das mit zunehmendem Alter versickert und nichts hervorbringt.

Was mir in Die Geschichte des verlorenen Kindes außerdem auffiel, ist, dass mir Ich-Erzählerin Elena, die uns die Geschichte ja immerhin erzählt, zunehmend unsympathischer wurde. Während sie mir besonders in Band 3 so nahe wie eine gute Freundin schien, mit deren Gedanken ich mich absolut identifizieren konnte, beginnt sie sich im 4. Band zunehmend im Kreis und damit überwiegend um sich selbst zu drehen. Hier vor allem um ihre Schriftstellerkarriere und den fast schon peinlichen Wunsch, unbedingt zur Elite zu gehören. Ein Wunsch, der sie am Ende ihre Freundschaft mit Lila kostet, und zwar ausgerechnet dann, als sie diese am nötigsten hat. So viel zu Solidarität unter Frauen – ihrem ewigen Mantra.

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