Eine Reise nach Sibirien

Ich bin in Sibirien geboren und kenne dieses Land doch kaum. Ich war nie am Baikalsee oder habe ein Gebirge aus der Nähe gesehen. Alles was ich über die Menschen dort weiß, leite ich aus meinen Kindheitserinnerungen ab, die sich auf ein klitzekleines Dorf in der Steppe beschränken. Drum ziehen mich Reiseerfahrungen aus dieser Gegend magisch an. Am Osterwochenende sind mir glücklicherweise gleich zwei Bücher in die Hände gefallen, dank denen ich ganz abtauchen konnte in Russisch-Fernost. Sylvain Tessons In den Wäldern Sibiriens (2011) und Katerina Poladjans und Hennig Fritschs Hinter Sibirien (2016). Das eine ein Tagebuch der Einsamkeit, das andere der persönliche Reisebericht einer Heimatsuchenden.

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Urlaubslektüre: Portugal, Part 2

Portugal_Urlaublslektüre
Traumaussicht: Azenhas do Mar

In die Sonne sollte es gehen, raus aus dem aufreibenden Berliner Winter, rein in das Laissez-faire des Frühlings. Meer gucken, im Sand buddeln, Fisch essen und selbstverständlich ganz viel lesen. Weil wir an unseren Urlaub letztes Jahr in Portugal noch so schöne Erinnerungen hatten, wollten wir wieder dorthin. Diesmal erst in die Hauptstadt, dann an die Nordküste. Was wir nicht bedacht hatten, war, dass so ein Frühling auf unsere Wünsche keine Rücksicht nimmt. Statt Sonne und Strand hieß es also eine Woche mit Kuscheldecke vor dem Kamin hocken, während draußen Sturm und Regen tobten.

Die-Liebe-in-den-Zeiten-der-CholeraNichtsdestotrotz, gelesen haben wir viel. Der Klops hat die ersten Märchen für sich entdeckt, die bessere Hälfte war mit Juli Zehs Unterleuten beschäftigt und ich hatte Pascal Merciers Nachtzug nach Lissabon und Gabriel García Márquez‘ Die Liebe in den Zeiten der Cholera im Gepäck. Zwei große Romane, von denen einer leider unerträglich war. Weiterlesen „Urlaubslektüre: Portugal, Part 2“