Filme und Serien gegen den Winterblues

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Welche Filme und Serien helfen bei Vitamin-D-Mangel und verscheuchen den Winterblues? Eines kann ich euch sagen: Düstere Krimiserien sind es nicht. Und doch erwischte ich mich in den letzten Monaten oft dabei, wie ich bei etwas hängenblieb, bloß weil es gerade angesagt war. Dogs of Berlin zum Beispiel, die deutsche Netflix-Serie, die ein bisschen wie Tatort auf Anabolika daherkommt. Oder bei der 2. Staffel von 4 Blocks, die auf ähnlich düstere Weise versucht, eine Berliner Version von The Wire zu werden. Beide Serien spannend gemacht, keine Frage. Doch nicht gerade Garanten für die in diesem Winter so dringend benötigte gute Laune.

Wenn das Baby gefühlt für immer an Koliken litt, die Große den zehnten Infekt ausbrütete und die Sonne bloß noch eine entfernte Erinnerung war, brauchte ich am Abend nicht auch noch einen Elternmord (2. Staffel von The Sinner), einen psychopatischen Schlagerfan (Beat) oder einen Geldwäscher in der Bredouille (Ozark), um mich runterzuziehen. Zumal keine von diesen Serien mich erzählerisch wirklich überzeugen konnte, gute Kritiken hin oder her.

Deshalb: Schluss mit den düsteren Kriminalgeschichten. Zum Glück finden sich bei den einschlägigen Streamingdiensten immer noch Filme und Serien, die nichts mit Mord und Totschlag zu tun haben. Die folgenden halfen mir mit ihrem Humor durch den harten Winter.

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Toni Erdmann – Ein Film zum Fremdschämen

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Sich fremdzuschämen ist normalerweise eher unangenehm. Nicht so bei Toni Erdmann (2016). Dieser ziemlich ungewöhnliche deutsche Film von Maren Ade, der heute Nacht einen Golden Globe gewinnen könnte, nutzt dieses Gefühl als treibende Kraft für allerlei Komisches und Tragisches. Am Ende dieses 162 Minuten langen, aber sehr kurzweiligen Films habe ich viel gelacht und war gerührt von einer Vater-Tochter-Geschichte, die trotz aller Skurrilitäten sehr bodenständig ans Herz geht und viele Facetten unserer globalisierten Welt streift.

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Bridget Jones‘ Baby – Musste das sein?

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Manche Filme sind wie gute Freunde. Wenn man sie braucht, geben sie einem ein warmes, heimeliges Gefühl und machen die Welt damit ein bisschen schöner. So ein Film ist für mich Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück. Der Moment, in dem Bridget zum ersten Mal auf Mark Darcy im Rentier-Pulli trifft, ist für mich so feierlich, dass ich ihn mir jedes Jahr aufs Neue zu den Feiertagen ansehen kann. Umso mehr ärgert es mich, wenn der gute, alte Freund zur Cashcow gemacht wird. Anders kann ich mir die Fortsetzung von Bridget Jones leider nicht erklären, so uninspiriert kommt dieser Film daher.

Worum es geht

Bridget Jones (Renée Zellweger) wird 43 und befindet sich noch immer in derselben Situation wie vor über einem Jahrzehnt: Single und unglücklich. Zwar hat sie einen tollen Job, aber was nützt der, wenn alle um sie herum Kinder bekommen und Ex Mark Darcy inzwischen verheiratet ist. Um ihrem vermeintlichem Alte-Jungfer-Status zumindest vorübergehend ein Ende zu setzen, lässt sie es an ihrem Geburtstag auf einem Festival krachen. Das Ergebnis: ein One-Night-Stand mit Folgen. Bridget ist schwanger. Aber ist wirklich der attraktive Jack (Patrick Dempsey) der Vater oder ist es doch Mark Darcy (Colin Firth), mit dem es zwischendurch dann doch nochmal zu einem Rückfall kommt? Als geübter Zuschauer von 08/15 Romanzen kann man die Antwort schnell erahnen, hofft aber doch noch überrascht zu werden. Die Männer jedenfalls lassen sich zunächst darauf ein, im Ungewissen zu tappen und Bridget gemeinsam durch die Schwangerschaft zu begleiten.

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