Die 5 BESTEN am Donnerstag #51: Sommerfilme

Sommerfilme mag ich. Das Timing ist perfekt. Zeit, mal wieder bei Goranas 5 BESTEN am Donnerstag mitzumachen. Und weil man den Sommer als Kind noch am intensivsten erlebt hat und dazu noch viel Zeit zum Filmegucken hatte, fallen mir zum Thema Sommerfilme spontan erstmal ein paar Kinder- bzw. Jugendfilme ein. Die nämlich, die auf mich auch heute noch eine magische Wirkung haben. Hauptsächlich wegen der Erinnerungen an sechs ewig lange Ferienwochen. Hier also meine 5 besten Sommerfilme.
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Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz

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(c) Kiepenheuer & Witsch

Was für ein Buch! Da erwartet man ein paar witzige, ironisch gebrochene Geschichten aus dem Unterhaltungsbetrieb in alter Stuckrad-Barre Manier und bekommt nichts weniger als eine Lebensbeichte. Die schonungslos ehrliche Autobiografie des deutschen Popliteraten par excellence, in der er die ironische Attitüde ablegt und uns sein Herz zu Füßen legt. Ein Herz, das vor allem für einen schlägt: Udo Lindenberg!

Mit Panikherz (2016) ist Benjamin von Stuckrad-Barre ein einzigartiges Buch gelungen: eines, in dem sein eigenes Leben sich wie ein spannender Roman liest, eines, in dem nicht nur die Abgründe einer Selbstzerstörung und der Versuch einer Selbstbesinnung reflektiert werden, sondern immer auch der Einfluss der Popkultur und ihrer Helden. Es ist die Geschichte einer lebenslangen Fanliebe, die mal mehr und mal weniger leitet, aber immer Halt gibt.

Seit Monaten versunken in meine Beschäftigung mit der Vergangenheit und ihrer Nachwirkung auf die Gegenwart, meiner schon wieder völlig ausufernden RECHERCHE DU TEMPS PERDU über die Bedeutung von Musik für die eigene Biographie, über das Älterwerden mit der Musik und die unausweichliche Frage, was schlechter altert, man selbst oder die mit der eigenen Jugend verbundene Musik – und bin also: ein Mann der Vergangenheit. Und habe nichts im Kopf als alte Udo-Lieder. (B. v. Stuckrad-Barre: Panikherz)

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Thomas Glavinic: Wie man leben soll

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Mädchen, Musik und die Mühen des Erwachsenwerdens. Wie man leben soll (2004) von Thomas Glavinic ist ein herrliches Stück Popliteratur, das sich selbst nicht so ernst nimmt und damit das Genre humoristisch konterkariert. Einen richtigen Spannungsbogen gibt es nicht, vielmehr folgt eine Episode aus dem Leben des kauzigen Charlie der nächsten. Dabei ist der Roman, wie der Titel erahnen lässt, konsequent im Stil eines Ratgebers verfasst, und liefert so absurd-witzige Erkenntnisse aus dem Leben, dass man sich am Ende sicher ist: so soll man ganz bestimmt nicht leben.

Worum es geht

Der junge Österreicher Karl Kolostrum, kurz Charlie, ist stark übergewichtig und im Allgemeinen mit sich selbst und seinem Leben unzufrieden. Er bzw. man wäre gern ein Draufgänger, ein Rockstar, dem die Frauen zu Füßen liegen. Stattdessen ist man verunsichert, kriegt nur Mädchen ab, die ähnlich unattraktiv sind wie man selbst und muss in der Ratgeberliteratur über sich lesen, man sei ein ,,Sitzer“. Jemand der nie aufbegehrt, alles bloß hinnimmt und ja alles tut, um von jedermann gemocht zu werden. Weiterlesen „Thomas Glavinic: Wie man leben soll“