2001: Odyssee im Weltraum (1968)

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Endlich habe auch ich es geschafft, diese gewaltige Filmbildungslücke zu schließen, die sich 2001: Odyssee im Weltraum nennt. Zurecht ist Stanley Kubricks Sci-Fiction-Oper ein Klassiker, über den man heute noch spricht. Allerdings haben mich neuere Sci-Fiction-Filme á la Insterstellar (die sich natürlich auch an 2001 orientieren), so vorgeprägt, dass es mir bei diesem Klassiker von 1968 eindeutig an Spannung fehlte.

Ein Masterpiece der Filmkunst

Und so bin ich bei der Wertung dieses Films, der 2008 zum besten Sci-Fiction-Film aller Zeiten gewählt wurde, zwiegespalten zwischen objektiver und subjektiver Wahrnehmung. Ohne Frage ist dieser Film ein Geniestreich, der Filmstudenten zurecht als Musterbeispiel der Filmkunst vorgeführt wird. Allein diese gewaltige Musik-Bild-Komposition, die opernhafte Dimensionen annimmt, erscheint einmalig. Genau wie die geniale Idee, einen Sci-Fiction-Film mit der Geburtstunde der menschlichen Gewaltherrschaft beginnen zu lassen: bei den Menschenaffen, die entdecken, dass man einen Knochen auch als Waffe benutzen kann.

In einem der wohl berühmtesten Schnitte der Filmgeschichte (das durfte auch ich in einem Medienseminar lernen) folgen wir diesem in den Himmel geschleuderten Knochen und landen im Weltall, wo er Millionen Jahre später die Form eines Raumschiffes annimmt. Im Jahre 2001 haben die Menschen ihre Überlegenheit so weit ausgebaut, dass sie selbst den Weltraum beherrschen. Die Technik – das deutete die welterste Waffe bereits an – hat jedoch beträchtliche Schattenseiten. Die beklemmende Auseinandersetzung zwischen der Besatzung der Jupiter-Mission und dem Boardcomputer HAL zeigt: der Mensch hat seine Macht komplett an das Werkzeug / die Maschine abgetreten und ist nun kaum mehr als ihr Spielball. Weiterlesen „2001: Odyssee im Weltraum (1968)“

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #22: Filme zu Weihnachten

Mit einer dicken Erkältung im Bett, kommt mir dieses kuschelige Thema wie gerufen. In Goranas Die 5 BESTEN am DONNERSTAG geht es diese Woche um die Filme, die wir immer wieder gern in der Weihnachtszeit sehen. Ich habe da sehr viele in petto, weil Filme und Weihnachten für mich untrennbar miteinander verbunden sind. Wie soll man diese düstere Jahreszeit sonst überstehen, wenn nicht mit ein bisschen Kitsch und vielen schönen Filmen (und Büchern)? Deswegen halte ich es da ganz einfach: Weiterlesen „Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #22: Filme zu Weihnachten“

Die Reifeprüfung – Generationenclash im Schlafzimmer

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Es ist Mittwochabend. Bergfest. Ich habe Lust auf ein Glas Vino und einen Film, der mich über meinen Alltag erhebt. Únd auch ein bisschen meinen Horizont erweitert. Also greife ich wieder zu einem mir unbekannten Filmklassiker: Die Reifeprüfung (im Original: The Graduate) von 1967, einer Zeit, die so weit weg ist, dass allein schon die Requisiten und die ungewohnte Prüderie zum Faszinosum werden. Oder wo sieht man heute noch einen 21-jährigen, jungfräulichen College-Absolventen, der erstmal panisch die Gardinen zuziehen und das Licht ausmachen muss, bevor er sich von einer attraktiven älteren Frau verführen lässt?

Doch der Film ist über seine Zeit hinaus einfach fantastisch und es ist mir ein Rätsel, warum ich angesichts der allgegenwärtigen Mrs. Robinson Bezüge noch nie auf die Idee gekommen bin, ihn zu sehen. Wahrscheinlich bin ich gerade wegen dieser „MILF“ Anspielungen à la American Pie, davon ausgegangen, dass es sich dabei um einen Teenie-Klamauk handelt. Aber dem ist ganz und gar nicht so.

Worum es geht

Benjamin (Dustin Hoffmann, jung aber doch zu alt, um als 21 durchzugehen) hat gerade das College abgeschlossen und ist wieder bei seinen Eltern eingezogen, die mit ihm prahlen wie mit einem Pokal. Statt sich über seinen akademischen Erfolg zu freuen, verfällt er in eine Sinnkrise. Er weiß nicht, wie seine Zukunft aussehen soll, nur wie seine Eltern möchte er auf keinen Fall werden. Da macht die reife Mrs. Robinson (Anne Bancroft) – eine Freundin seiner Eltern – Ben ein umoralisches Angebot, das er nach ein paar Tagen Bedenkzeit nicht ablehnen kann.

Benjamin beginnt eine Affäre mit Mrs. Robinson, die hauptsächlich aus Rendezvous in dunklen Hotelzimmern besteht. Mrs. Robinson ist unkompliziert, sie möchte nicht reden. Benjamin ist für sie eine kleine Ablenkung von ihrem unbefriedigenden Vorstadtehefrauendasein. Ihre einzige Bedingung ist, dass Benjamin nicht mit Elaine (Katharine Ross) ausgeht, ihrer Tochter, die genau in seinem Alter ist und in Berkeley studiert. Ben verspricht es und verliebt sich doch auf den ersten Blick in Elaine, was Mrs. Robinson natürlich gar nicht gefällt. Das Drama nimmt seinen Lauf. Weiterlesen „Die Reifeprüfung – Generationenclash im Schlafzimmer“

Eine Oktober Retrospektive

Während die Tage im Oktober kürzer und dunkler wurden, fochten wir zu Hause einen permanenten Kampf gegen hartnäckige Kita-Viren aus. Am Ende des Tages brauchte ich zum Ausgleich etwas Leichtes und Aufmunterndes.

Serien

Das fand ich diesen Monat vor allem in Freaks and Geeks (dt. Voll daneben, voll im Leben). Eine herrliche High-School-Serie, produziert von Judd Apatow, die 2000 nach nur einer Staffel eingestellt wurde und aus heutiger Sicht vor allem wegen ihres erfolgreichen Casts (u. a. James Franco, Seth Rogen, Jason Segel) interessant ist. Aber auch darüber hinaus bietet sie jede Menge Sehenswertes: liebenswerte Charaktere, Stereotype, die aufs Korn genommen werden und jede Menge Apatow typischen Humor, auch wenn die Serie recht konventionell daherkommt und ihr Niveau leider nicht über die gesamte Staffel halten kann. Weiterlesen „Eine Oktober Retrospektive“