And the Oscar goes to…: Filme im Februar

Spätestens als der von Alter und Krankheit gezeichnete Michael J. Fox aus seinem DeLorean stieg, um zusammen mit Seth Rogen (in Nike-Powerlatschen) einen Preis zu präsentieren, wusste ich, warum ich mich von diesem Spektakel jedes Jahr aufs Neue einfangen lasse. Die Oscars mögen zu weiß sein, zu selbstverliebt, zu eintönig, zu mainstreamig – am Ende feiern sie doch immer auch die Kinoliebe. Dieses Jahr fühlte ich mich besonders gut unterhalten. Vielleicht weil die Academy sich angesichts des amtierenden US-Präsidenten besondere Mühe gab, vielfältig und politisch korrekt zu sein (einzig Matt Damon hatte einen schweren Stand). Vielleicht auch, weil ich es tatsächlich geschafft habe, einige der Filme im Vorfeld zu sehen.

Weiterlesen „And the Oscar goes to…: Filme im Februar“

Mein Januar in Filmen

Wenn der Januar überstanden ist, sind es nur noch vier Wochen, die uns vom Frühlingserwachen trennen. Deshalb weine ich diesem Monat nicht hinterher, zumal er sehr arbeitsreich und voller kleiner lebensverändernder Ereignisse war. Dementsprechend wenig Zeit und Muße fand ich zum Lesen (Alles über Sally), was sich in den folgenden Wochen (Portugal, ahoi) hoffentlich ändern wird. Was mich im Januar jedoch immer wieder aus meinem kleinen Neujahrsblues holt, sind Filme. Denn es ist der Beginn der Award Season und das spornt schon mal grundsätzlich zum Filmegucken an. Diesen Monat waren wahre Perlen dabei, die selbstverständlich zu Recht auf den Oscar hoffen dürfen. Weiterlesen „Mein Januar in Filmen“

Freitagabend im La La Land

img_20170114_120044Hach, über diesen Film kann man nur ins Schwärmen geraten. Als die Lichter wieder angingen, wäre ich am liebsten singend aus dem Kino gesteppt. La La Land von Damien Chazelle ist eine außergewöhnlich schön inszenierte Liebesgeschichte, eine Liebeserklärung an wagemutige Träumer und eine Hommage an den Glanz früherer Hollywoodfilme wie Singin‘ in the Rain. Vor allem nimmt der Film sich selbst nicht allzu ernst und weiß so sehr gut zu unterhalten. Eskapismus? Auf jeden Fall, aber dafür wurde das Kino schließlich erfunden.

City of Stars, are you shining just for me?

Mia (Emma Stone) möchte es als Schauspielerin schaffen, Sebastian (Ryan Gosling) ist Jazz-Musiker mit Leib und Seele. Wie unzählige andere jagen sie tagtäglich in LA ihrem Traum hinterher und laufen sich dabei immer wieder zufällig über den Weg. Zwei Träumer, die sich verlieben, wortwörtlich auf Wolke 7 schweben und aller Vernunft zuwider an ihren Leidenschaften festhalten.

Die Kulisse für diese zauberhafte Liebesgeschichte bildet LA, die Stadt der Stars und Sternchen, der Sehnsuchtsort so vieler Künstler und Träumer. Die Stadt empfängt sie nicht gerade mit offenen Armen, ist in diesem Film aber dennoch ein magischer Ort, wo die Sonne immer scheint, der alte Glamour Hollywoods omnipräsent ist und der stets lilafarbene Himmel zum Singen, Tanzen und Verlieben inspiriert.

Weiterlesen „Freitagabend im La La Land“

Toni Erdmann – Ein Film zum Fremdschämen

Poster Toni Erdmann
copyright by komplizen film

Sich fremdzuschämen ist normalerweise eher unangenehm. Nicht so bei Toni Erdmann (2016). Dieser ziemlich ungewöhnliche deutsche Film von Maren Ade, der heute Nacht einen Golden Globe gewinnen könnte, nutzt dieses Gefühl als treibende Kraft für allerlei Komisches und Tragisches. Am Ende dieses 162 Minuten langen, aber sehr kurzweiligen Films habe ich viel gelacht und war gerührt von einer Vater-Tochter-Geschichte, die trotz aller Skurrilitäten sehr bodenständig ans Herz geht und viele Facetten unserer globalisierten Welt streift. Weiterlesen „Toni Erdmann – Ein Film zum Fremdschämen“