Resteverwertung: Mein Frühling in bewegten Bildern

Wenn schon Medienreflexion, dann richtig. Und so müssen auch die Filme und Serien thematisiert werden, die man nur halbherzig konsumiert hat oder die allein dem Zweck dienten, eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Nach der filmintensiven Award-Season  war meine Filmauswahl in den letzten Monaten jedenfalls eher bequem und nostalgisch motiviert. Nur wenige neue, und noch weniger aktuelle Filme schafften es ins Abendprogramm. Dafür entdeckte ich die ein oder andere alte Perle wieder.

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3 Reasons Why: Tote Mädchen lügen nicht

I don’t know what I’m supposed to do, haunted by the ghost of you. (The Night We Met, Lord Huron)

Balsam für das Indie-Herz. So könnte man den Soundtrack der bisher am meisten betwitterten Netflix-Serie 13 Reasons Why (dt.: Tote Mädchen lügen nicht) beschreiben. Und so bin ich ganz froh, dass ich meine Skepsis gegenüber diesem stark gehypten, von Selena Gomez produzierten Teen-Drama doch noch überwunden habe. Andernfalls wäre ich jetzt um eine wunderbare Playlist ärmer. Oberflächlich und taktlos angesichts der ernsten Themen, die in der Serie verhandelt werden? Keineswegs, denn erstens handelt es sich dabei immer noch um fiktives, effekthaschendes Unterhaltungsfernsehen, das man nicht überbewerten sollte und zweitens ist die Serie im Kern doch lebensbejahend, was in der Musik noch am besten zum Ausdruck kommt. Und damit bin ich auch schon bei dem ersten von drei Gründen, aus denen sich die Serie durchaus lohnen kann. Weiterlesen „3 Reasons Why: Tote Mädchen lügen nicht“

The Vampire Diaries: Das längst überfällige Ende

Serienenden machen mich rührselig, selbst dann noch wenn die Serie ihren Zenit längst überschritten hat. Und so sehe ich mich in der Pflicht, dieser einst geliebten Guilty Pleasure Serie mit ein paar Worten meine letzte Ehre zu erweisen.

Als ich anfing The Vampire Diaries zu gucken, war ich Studentin und wohnte in einer Mädels-WG, in der der Mittwochabend ganz Jules-Mumm-mäßig für Serien reserviert war. Heute lebe ich in einer anderen Stadt, bin Mutter und in der Realität des Berufslebens angekommen. Einen festen Serienabend gibt es nicht mehr, weil alles ständig online verfügbar ist. Was ich damit sagen will: In 8 Jahren passiert sehr viel, auch mit einer Serie. Vom bloßen Twilight-Abklatsch etablierte sich The Vampire Diaries (2009-2017) zu einem populären Teen-Fantasy-Drama, erschuf ein eigenes mythisches Universum aus Vampiren, Hexen und Doppelgängern, kreierte ein Spin-Off (The Originals) und versank schließlich in der Belanglosigkeit. Zumindest für mich, die ich längst nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Mit der letzten Episode der 8. Staffel am 10. März nahm das Drama um zwei jahrhundertealte Vampir-Brüder, die sich in das selbe Mädchen verlieben, nun endlich sein Ende. Ein paar Jahre zu spät und mit so einigen Schwächen, wie ich finde, aber dennoch emotional. Weiterlesen „The Vampire Diaries: Das längst überfällige Ende“